Welche Versicherung ist die richtige und wie verhalte ich mich im Schadensfall?

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  • SafeDrone by Lufthansa Technik

Schnell wird aus dem Flugspaß Ernst, stürzt Ihre Drohne beispielsweise aufgrund eines leeren Akkus, einer kleinen Unachtsamkeit oder wegen einer Windböe ab. Im besten Falle passiert außer ein paar Kratzern am Gerät nichts, im schlimmsten Falle wird jemand verletzt oder es entsteht ein Sachschaden. Daher ist es wichtig, dass Sie sich bereits vor dem ersten Start um einen ausreichenden Versicherungsschutz kümmern, unabhängig, ob die Drohne privat oder gewerblich genutzt wird.

 

Versicherung ist Pflicht

Ist Ihre Drohne beim ersten Flug im öffentlichen Luftraum nicht versichert, begehen Sie damit eine Ordnungswidrigkeit und riskieren, ein Bußgeld zahlen zu müssen. Die Pflicht eine Haftpflichtversicherung für Drohnen abzuschließen ist weder neu, noch wurde sie mit der neuen Drohnenverordnung anders geregelt. Sie besteht bereits seit mehreren Jahren und ergibt sich aus Luftverkehrsgesetz (LuftVG). Zudem sind Sie verpflichtet Ihre Versicherungsbestätigung stets mitzuführen.

Warum eine Erweiterung der Haftpflicht oftmals nicht ausreicht

Drohnen unterliegen als Luftfahrzeuge denen für diese geltenden Vorschriften. Danach haftet der Halter des Luftfahrzeuges verschuldensunabhängig, wenn durch den Betrieb eines solchen eine Person getötet oder verletzt oder eine Sache beschädigt wird (Gefährdungshaftung). Das bedeutet, dass der Halter der Drohne auch ohne ein eindeutig nachweisbares Verschulden für den entstandenen Schaden verantwortlich ist. Obwohl viele private Haftpflichtversicherungen anbieten, Drohnen mittels einer Erweiterung Ihrer Police mit abzudecken, ist es wichtig, dass Sie sich ganz genau beraten lassen, ob der Schutz für Ihre Nutzung ausreicht. Gilt hier auch die Verschuldungshaftung, könnte die Schadensregulierung beispielsweise bei Unfällen durch äußere Umstände (z. B. Windböe, Greifvogel etc.) im schlimmsten Falle abgelehnt werden. Dann müssten Sie für den kompletten Schaden privat haften, ohne, ihn selbst verschuldet zu haben.

Aus diesem Grund empfehlen wir von SafeDrone den Abschluss einer speziellen Drohnen-Halter-Haftpflichtversicherung eines zugelassenen Luftfahrtversicherers.

Alternative – Versicherung per Modellflugverband

Private Nutzer von unbemannten Flugsystemen haben alternativ auch die Möglichkeit, einem Modellflugverband beizutreten und sich als Mitglied zu versichern. Um über den Verband versichert zu sein, müssen aber die dort geltenden Regeln eingehalten werden, und es kann beispielsweise Einschränkungen des Nutzungsortes geben. Informieren Sie sich daher genau über die Bedingungen, damit Sie richtig abgesichert sind.

Vollkaskoversicherung als Ergänzung

Die Luftfahrt-Haftpflichtversicherung übernimmt zwar die Kosten für Schäden, die gegenüber Dritten entstanden sind. Müssen Sie Ihre Drohne aber reparieren lassen oder sich eine neue anschaffen, so zahlen Sie selbst. Um auch für diesen Fall abgesichert zu sein, bietet unser Partner versichertedrohne.de zusätzlich eine Drohnen-Vollkaskoversicherung.

Wie verhalte ich mich im Schadensfall?

Natürlich müssen Sie den Schaden mit dessen Hergang umgehend Ihrer Versicherung melden und insbesondere bei Personen- Wild- oder Sachschäden die Polizei einschalten. Aus den deutschen und den europäischen Rechtsvorschriften ergibt sich darüber hinaus auch die Pflicht in gewissen Fällen die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Kenntnis zu setzen. Darunter fallen insbesondere Unfälle, bei denen eine Person tödlich oder schwer verletzt oder die Drohne vermisst wird.