Kenntnisnachweis Schulung finden Sie auf der SafeDrone Academy.

kenntnisnachweis
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Mit dem 1. Oktober 2017  greift die Kenntnisnachweis-Pflicht. Dieser gesetzlich geforderte Nachweis besonderer Kenntnisse kann mittels Theorieprüfung einer anerkannten Stelle des Luftfahrtbundesamtes (LBA) oder durch eine entsprechende Bescheinigung eines Luftsportverbands erbracht werden.

Doch welcher ist der Richtige für Sie? Wir geben einen kurzen Überblick über beide Nachweise:

Der Kenntnisnachweis durch eine vom LBA anerkannte Stelle (Paragraph 21d)

Möchten Sie ein unbemanntes Fluggerät mit einer Startmasse von mehr als zwei Kilogramm zu gewerblichen Zwecken fliegen, dann benötigen Sie zwingend den Kenntnisnachweis einer durch das LBA anerkannte Stelle (AST). Aber auch für Flüge mit Fluggeräten unter zwei Kilogramm ist der Nachweis nach Paragraph 21d Voraussetzung, sobald man Ausnahmegenehmigungen für Verbote nach Paragraph21b Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO) beantragt oder beispielsweise in Bremen fliegen möchte: dort fordert die Allgemeinverfügung der lokalen Behörde einen Kenntnisnachweis unabhängig vom Gewicht des Fluggerätes.

Um die Prüfung absolvieren zu dürfen, müssen Sie mindestens 16 Jahre alt sein. Zusätzlich wird bei Minderjährigkeit eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten benötigt. Der Schein hat eine Gültigkeit von fünf Jahren. Natürlich empfiehlt sich der Kenntnisnachweis nach Paragraph 21d auch für ambitionierte Hobbypiloten, die eine fundierte Ausbildung anstreben.

Noch keine Online-Prüfung für den Nachweis nach Paragraph 21d möglich

Aktuell (Stand: 28.09.2017) sind nur solche Stellen anerkannt, die eine Präsenzprüfung anbieten – also mittels eines physischen Prüfungsraumes. Obwohl in der neuen Drohnenverordnung steht, dass eine Onlineprüfung grundsätzlich möglich ist, ist diese behördenseitig derzeit noch in Klärung. Wir von SafeDrone stehen in den Startlöchern, können aber aus diesem Grund die Theorieprüfung leider noch nicht online anbieten. Wir informieren natürlich, sobald wir die Anerkennung haben.

Die Bescheinigung durch einen Luftsportverband (Paragraph 21e)

Grundsätzlich gilt, dass für den Betrieb auf Modellfluggeländen kein Kenntnisnachweis erforderlich ist. Steuerer von Flugmodellen mit einem Startgewicht von mehr als zwei Kilogramm, die aber ab 1. Oktober auch außerhalb von Modellsportplätzen Ihrem Hobby nachgehen möchten und keine gültige Lizenz für Luftfahrzeugführer besitzen, benötigen einen Kenntnisnachweis gemäß LuftVO Paragraph 21e. Nachweispflichtig sind auch jene Steuerer, die außerhalb des Geländes höher als 100 Meter fliegen möchten – unabhängig vom Gewicht des Flugmodells.

Ein Erwerb des Kenntnisnachweises nach Paragraph 21e (Luftsportverband) setzt das ausschließliche nicht gewerbliche Fliegen voraus und kann ab einem Alter von 14 Jahren durch einen Modellsportverband erworben werden. Sobald das Fluggerät auch nur in Einzelfällen zu gewerblichen Zwecken geflogen wird, ist die nach Paragraph 21e ausgestellte Bescheinigung nicht ausreichend. Um dann gesetzeskonform zu fliegen, wird ein Kenntnisnachweis nach Paragraph 21d LuftVO durch eine vom LBA anerkannte Stelle (AST) benötigt.

Online-Variante von Luftsportverbänden

Aktuell bieten sowohl der Deutsche Aero Club (DAeC) als auch der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV) die benötigte Bescheinigung über ein Online-Portal an. Im Vergleich zur Prüfung des Kenntnisnachweises einer AST besteht dieser aber nicht aus rund 50 Fragen der Bereiche Flugbetrieb und Steuerung, Meteorologie und Luftrecht. Zudem wird eine digitale Prüfung der Identität oder zur Vermeidung von Betrugsversuchen nicht in dem Umfang durchgeführt, wie Sie für den Nachweis nach Paragraph 21d gefordert wird.